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Kuroblaten im Laufe der Jahrhunderte

1856

Kuroblaten sind untrennbar mit dem Kurleben verbunden. Quellen aus dem 18. Jahrhundert berichten, dass Oblaten von den Stadtbewohnern als süße Delikatesse geschätzt wurden. In Marienbad verzeichneten die Hersteller dieser Spezialität schon ab 1856 einen wahren Boom.

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Als Vorgänger der Oblaten dürfen wohl Hostien angesehen werden. Hostien wurden schon seit dem Mittelalter am offenen Feuer in Metallformen, sogenannten Waffel- oder Oblateneisen, gebacken. Später verwendete man diese Oblateneisen dann auch zum Backen von runden Oblaten. Man verzierte sie mit Reliefs, Jahreszahlen oder dem Namen des Herstellers der jeweiligen Oblaten.

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Legende über die Entstehung der Oblaten

Der Legende aus dem 19. Jahrhundert zufolge stand an der Wiege der Kuroblaten ein geschickter Koch aus dem Prämonstratenser Kloster in Teplá. Als er eines Tages den Auftrag erhielt, für die Gäste eine Süßspeise zuzubereiten, kam er auf die Idee, das Waffeleisen zum Backen der Hostien zu verwenden. Den einfachen Teig aus Wasser und Mehl verfeinerte er durch Beimengung von Zucker und Milch, und unter die gebackenen Oblaten streute er leckere Mischung aus Nüssen, Zucker, Zimt und weiterem einzigartigen Gewürz. Danach buk er die Oblaten zusammen. Dieses Dessert hatte großen Erfolg, und so gelangte das Rezept schon bald auch jenseits die Klostermauern. So entstand diese Köstlichkeit. 

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1897

Die bedeutendste Konditorenfamilie

Zu den bekanntesten Süßwaren ab dem 19. Jahrhundert gehörten zweifellos die Produkte von Franz Wittmayer, dem Gründer der bekannten Konditorenfamilie. Franz Wittmayer hatte dieses Handwerk in Marienbad erlernt. Es handelte sich hierbei um die erste böhmische Konditorei in der Grenzregion, wo die Marienbader Oblaten gebacken wurden.

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1923

Der Erfinder der Schokoladenoblaten

Die bedeutendste Persönlichkeit der Nachkriegsgeschichte der Oblatenproduktion in Böhmen war zweifellos Josef Homolka (1892-1988), der Erfahrungen bezüglich der Oblatenherstellung in Marienbad sammelte. Drei Jahre verbrachte er mit Experimentieren, bis es ihm gelang, die ersten Schokoladenoblaten zu backen.

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1948

Nachkriegszeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Oblatenproduktion von den Privatunternehmern auf staatlich geleitete Fabriken über. Die Tradition der Produktion der Marienbader Oblaten aber wurde dadurch nicht unterbrochen.

Ab 1950 konzentrierte sich die Oblatenproduktion in den Räumen des ehemaligen Ausflugscafés Viktoria in der Straße Máchova in Marienbad. Hier wurde dann Ende der 50er Jahre auch mit der Produktion eines neuen Produkts, der Oblatendreiecke, begonnen.

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1970 - 1972

Modernisierung der Fabrik

Die Oblatenproduktion wurde weiter modernisiert, es wurden halbautomatische Backautomaten eingeführt, die Teigerzeugung wurde mechanisiert. Die Fabrik wurde einer Runderneuerung unterzogen, und 1974 erhielt das Marienbader Unternehmen dann seinen Namen Kolonáda, den es bis heute beibehalten hat.

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2016

Süßer Geschmack der Tradition in der Gegenwart

Die traditionellen Kuroblaten Kolonáda sind dank ihrer Qualität immer noch die beliebtesten. Das Erfolgsgeheimnis beruht wohl in der Geheimrezeptur und der streng eingehaltenen Produktionstechnologie, die einen entsprechenden Ofen und Zeit erfordert. Die Backformen werden aus Bronze hergestellt, die Blätter der runden Oblaten reifen bei einer genau vorgegebenen Temperatur und Luftfeuchtigkeit bis zu vier Tage lang, und vor dem Zusammenbacken wird die Nussmischung bis heute mit der Hand eingestreut.

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Ihre beliebte Delikatesse hat im 2016 schon 160 Jahre gefeiert.

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